UNESCO Weltkulturerbe: Die Dolomiten des Südens?
Matthias und Michaela Neumann brachten von einer Reise in den Parco Nazionale del Cilento e Vallo di Diano dieses wunderschöne Schild mit, auf dem auch das Zeichen der UNESCO aufgedruckt wurde. Es ist so gross, dass sich sogar ihre beiden Söhne Moritz (links) und Felix (Mitte) dahinter verstecken können.
Möglich gemacht hat dies die Nationalparkverwaltung, die nach Information über den Hofer Fernweh-Park davon so begeistert war, dass sie sofort dieses wunderschöne Schild mit auf den Weg nach Hof gaben, zusätzlich bedruckt mit dem Hinweis auf das Weltkulturerbe des Parks.
Die Provinz Salerno besteht zu mehr als einem Drittel aus dem zweitgrössten Nationalpark Italiens, der für manche Besucher auch noch der schönste des Landes ist. Doch damit nicht genug. Seit 1998 gehört der Nationalpark des Cilento als einzige Landschaft aus dem Mittelmeerraum nach den Kriterien der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit. Schon ein Jahr vorher war das Gebiet als schützenswertes Reservat ins UNESCO-Programm "Mensch und Biospähre" aufgenommen worden.
Kleine Flüsse wie der Calore oder der Tanagro schlängeln sich durch das Land und sind mit ihren Wasserfällen und natürlichen Aufstauungen ein sauber gebliebener Lebensraum für die grösste Fischotterpopulation Italiens - das Tier ist das Symbol des Nationalparks.
Die Menschen leben in Eintracht mit der ursprünglichen Natur. Sie widerstanden im 17. Und 18. Jh. der Ausbeutung der Bauern durch die feudalen Barone. Sie wurden als "Robin Hoods" des Cilento, als Freiheitskämpfer, verehrt und haben ihre Spuren nicht nur in der heutigen Camorra, sondern auch im Denken der immer noch hauptsächlich von Land- und Forstwirtschaft lebenden Cilentaner hinterlassen: Unbeugsam und unabhängig wollten sie ihr Leben leben, das gar nicht luxuriös sein muss. Denn ihr Luxus ist die Landschaft.