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"Gemeinde Kulling " auf keiner Landkarte - nur im Fernwehpark

Im Hofer Fernwehpark geben sich Städte und Orte aus der ganzen Welt ein Stelldichein, wird sozusagen die Welt auf einen Punkt gebracht, kann man mit wenigen Schritten eine Weltreise unternehmen, gedanklich, optisch und emotional.

Jedes Schild hat seine eigene Geschichte. Das erfährt man aus unserer Fernwehpark Homepage oder bei einer Führung durch die Schilderreihen. Wenn man durch die Pfostenreihen bummelt, stößt man z.B. auf die Stadt "Kulling". Und hat man nicht unsere Homepage durchstöbert oder an einer Führung teilgenommen, bleibt einem die schöne Geschichte darum leider fremd.

Zitieren wir doch hier einmal am besten den Hofer Anzeiger, der folgendes darüber schrieb: Zwischen der Stadt Erlangen und der Stadt Fürstenfeldbruck stößt man auf die Stadt Kulling, Landkreis Ostenberge. Wo mag diese Stadt wohl liegen? In Bayern, in Baden-Würtemberg, vielleicht in Thüringen oder Sachsen?

Wer je über diese Frage grübelte und ohne Erfolg auf der Suche nach einer Antwort dicke Atlanten wälzte, der ist seit vergangenem Samstag um eben diese Antwort reicher: Die Stadt Kulling gibt es in Wirklichkeit NICHT - sie ist eine Erfindung von Herbert Uckel, Dozent an der Bayerischen Beamtenfachhochschule in Hof.

Uckel hat die "Stadt Kulling" gleichsam als Mustergemeinde aus der Taufe gehoben. Mehrere Generationen des Beamtennachwuchses haben mit Hilfe dieser Gemeinde und deren - ebenfalls fiktiven - Bürgermeisters Dr. Helmut Broller, die Besonderheiten und Kniffe des Kommunalrechts kennen gelernt und als Vorbereitung für ihre Tätigkeiten in verschiedenen bayerischen Gemeinden eingeübt.

Ein Jahrgang der Fachhochschule, jener von 1997/2000, hatte damals eine besondere Beziehung zu der virtuellen Stadt Kulling geknüpft und diese Gemeinde nicht nur mit einer eigenen Homepage ins World Wide Web gestellt - zu finden unter www.kulling.de.

Bei der Diplomierungsfeier 2000 übergaben viele der 220 Studierenden aus diesem Jahrgang Ortsschilder aus ihren Gemeinden an den Fernwehpark-Initiator Klaus Beer, darunter auch eben jenes Schild der "Stadt Kulling", s. Foto.

Im Rahmen eines ersten Treffens dieses Jahrgangs - fünf Jahre nach der bestandenen Prüfung in Hof - kamen immerhin 75 der damals 220 Studierenden aus ganz Bayern in Hof zusammen und übergaben Klaus Beer eine kleine Plakette, auf der die Geschichte der "Stadt Kulling" nachzulesen ist.

Unser Bild zeigt Klaus Völkel (helles Hemd) von der Bayerischen Beamtenfachhochschule und Fernwehpark Initiator Klaus Beer, die die kleine, von den einstigen Studierenden überreichte und vom Förderverein der Fachhochschule gestiftete Plakette präsentieren. Im Hintergrund das Ortsschild "Kulling", an dem die Plakette nun über die wahre Geschichte Aufschluß geben und niemanden mehr in Unwissenheit zurückzulassen wird.

Klaus Beer freute sich zudem, dass nicht zuletzt jenes Schild "Kulling" im Fernwehpark Menschen, die einmal eine gemeinsame Zeit in Hof verbrachten und nun in ganz Bayern verstreut arbeiteten, nach Jahren wieder einmal in Hof zusammenführte. Klaus Beer wörtlich: "Eine der globalen Bedeutung des multikulturellen und völkerverbindenden, und damit natürlich menschenverbindenden Projekts Fernwehpark."

Nach der offizellen Begrüßung durch Ingomar Hoffmann aus Nürnberg und Klaus Völkel unter dem Schild "Kulling" versammelten sich die früheren Beamtenfachhochschüler nocheinmal vor der medienerprobten Fernwehpark Schilderkulisse zwischen "New York und Los Angeles", mit der darüber "schwebenden Welt" GIVE PEACE A CHANCE.

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