Hof-Reunion -
Greetings from America - coast to coast
"Hochsaison im Schilderwald", so betitelte der Hofer Anzeiger den Besuch von rund 150 Amerikanern, die nach über 20 Jahren wieder nach Hof kamen, um mit ihren Familien ihre "alte Heimat" besuchten. Denn alle waren hier einmal in der ehemaligen Garnisonstadt stationiert, um den Eisernen Vorhang zu bewachen.
Sie kamen aus Staaten wie Oklahoma, Texas, Wisconsin, Arizona, Virginia, Kalifornien oder Florida, um nur einige zu nennen. Von coast to coast sozusagen. Und sie kamen nicht mit leeren Händen.
Fast alle brachten Schilder mit. Traumschilder mit Namen, die so richtig Fernweh machen: "Cocoa Beach", "Port Orange", "Palm Coast", "Vegas Strip" oder "Black Cowboy Hat". Große und kleine, viele bunte, individuell gestaltete, Ortsschilder, Straßenschilder und Autokennzeichen. Und sogar eines mit deutscher Schrift war dabei: "Alles Gute wünschen wir unseren Freunden in Hof". Ja, und jemand hatte sogar eine Fahne mit der Aufschrift "Village of Germantown - willkommen" mitgebracht.
Man nannte sie GIs. Sie waren zwischen 1948 und 1975 hier stationiert und feiern nun zum 4. Mal "Reunion", also Wiedervereinigung. Denn sie haben in der Zeit von damals Freundschaften geschlossen, mit den Hofern, die teilweise bis heute noch bestehen. Und auch untereinander. Bis man sich wieder über den ganzen Kontinent von Amerika zerstreute.
Das letzte "Hof-Reunion" fand im Jahr 2000 in Colorado Springs statt. Zwei Jahre haben sie sich nun nicht mehr gesehen und haben sich natürlich viel zu erzählen - besonders über vergangene Zeiten wird da geredet, beim Bummel durch die Straßen von Hof. "Ich wollte so gerne wieder einmal die Saale sehen", sagte eine Dame aus Arizona. "Bei uns gibt es doch keine Flüsse." Und da der Fernweh-Park direkt an der Saale liegt, kam doppelte Freude auf.
Chuck Wilson hat die "Reunion" ins Leben gerufen und natürlich ist auch diesmal wieder seine Frau Monika mit dabei. Chuck und Monika haben in der vergangenen Woche schon dem "NYC-Memorial-Day" beigewohnt und waren tief beeindruckt, dass man im Hofer Fernweh-Park den Opfern des Terroranschlags gedachte. Chuck: "Hof will always live in our hearts". Als Erinnerung an ihre Heimatstadt Sacramento haben sie ein Straßenschild "SACRAMENTO WAY" mitgebracht.
Klaus Beer: "Sacramento ist eine wunderschöne Stadt, mit einer herrlichen "Historic Town". Dort steht ja auch die Bronzestatue des Pony-Express-Reiters. Und Eure Mall. Da kann man super shopping gehen." Chuck: "Wann warst Du da?" Klaus: "Vor vier Jahren, als wir unseren Film "Highway 50" drehten und den gleichnamigen Bildband machten. Von Ocean City Maryland straight durch 12 Staaten bis San Francisco. Und in Sacramento waren wir ja schon fast am Ziel, liegt ja fast vor den Toren von San Fran, nach einer so langen Fahrt quer durch den ganzen Kontinent..." Wiedereinmal war fachsimpeln über Amerika angesagt...
Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto mit Schildern, bei dem beinahe der Verkehr an der Michaelisbrüche zusammenbrach, stellten sich alle mit IHREM Schild nocheinmal allein vor die Schilderkulisse. Denn dieses Foto ist für ihre lokale Zeitung in Amerika bestimmt.
Hier nun die Schilderspender mit ihren mitgebrachten, ganz persönlichen Schildergrüssen:
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Streetsign "Pueblo" von Tom Nickerson |
City of "Rocky Mount" von Irmgard und |
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City of "Yorktown", Virginia von |
Sign of "Jacksonville" Alabama von |
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Grußschild aus "Monroe" von Ursula |
Streetsign "Vegas Strip" von Ilse Root, |
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Citysign "Brecknock Township", |
Sign "Palm Coast - Welcomes you" |
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