Hofer Fernweh-Park Hofer Fernweh-Park

 

"Shalom" für den Park des Friedens

Zum 70. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers ist im Hofer Fernweh-Park ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Frieden und Toleranz gesetzt worden.

"Jerusalem - 2816 km" prangt schon seit der Eröffnung des Parks ganz oben am Pfeiler des weltweiten Wegweisers im Fernweh-Park. Jetzt kommen die ersten authentischen Schilder aus dem Heiligen Land dazu.

Der Hofer Israelladen "En-Gedi" hat dazu sogar einen ganzen Pfahl gesponsert. Den Anfang machte ein blaues Zeichen, entworfen von der israelischen Botschaft in Berlin, auf dem in drei Sprachen, hebräisch, arabisch und englisch, "Frieden" zu lesen ist.

Außerdem wurde der Pfahl mit einem Straßenschild der "Herzl Street" in Jerusalem bestückt. Herzl, ein Mann der schon im vorletzten Jahrhundert die Vision eines Staates für das jüdische Volk hatte. Und auch ein Star-Schild wird dort seinen Platz finden, mit dem der weltbekannte Klarinettist Giora Feidman in den "Signs of Fame" aufgenommen wurde. Auch Feidman hat seinen Wunsch nach Frieden darauf geäußert: "Shalom" hat er neben sein Autogramm gesetzt - und mit drei Ausrufungszeichen versehen. "The King of Klezmer", wie Feidman auch genannt wird, spiegelt bei seinen Konzerten Israel wider. Melancholie, Sehnsucht, Entschlossenheit, ein tiefe Seele und Temperament können einem in einer kurzen Zeit mit ihm begegnen.

Bei der Schildübergabe

Oberbürgermeister Dieter Döhla (von rechts), Sigrid Lang vom Hofer Israelladen, Dr. Nedjatollah Khasani, der Vorsitzende der Israelitischen Kultursgemeinde in Hof, und Fernweh-Park Initiator Klaus Beer freuen sich über die "Friedensschilder" für den "Park des Friedens".

Sigrid Lang in Ihrer Ansprache: "Lange habe ich auf diesen Moment gewartet. Es war mir ein großes Anliegen Schilder aus Israel in den Fernwehpark zu bringen, nun ist es endlich soweit. Und das Wegweiserschild, welches wir hier sehen können, und uns die Richtung und die Entfernung nach Jerusalem angibt, bekommt Gesellschaft.

Das Team des Israelladens und ich sind sehr bemüht, hier in der Stadt Hof und in der Region Versöhnung zu schaffen, Versöhnung zwischen Christen und Juden. Außerdem wollen wir auf Israel im positiven Sinne aufmerksam machen. Wer sich mehr mit diesem Thema befasst erkennt, das es Not ist, aufzuklären. Unser Ziel ist, dass die Menschen, die zu uns kommen, neue Denkanstöße mit nach Hause nehmen.

Wir wollen Zeichen setzen, die mit unserer dunklen deutschen Vergangenheit zu tun haben, aber auch mit der hochaktuellen Gegenwart.

Deswegen haben wir auch ganz bewusst uns diesen heutigen Tag für die erste Schilderübergabe ausgesucht, denn am 30.01. vor genau 70 Jahren, kam Hitler an die Macht.

Gruppenbild

Auch Hof hat hier seine traurige Geschichte, die schon um 1920 begann. Heute, wo wir in Freiheit Schilder vom jüdischen Volk hier anbringen dürfen, sind Sie, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister und Sie Herr Dr. Khasani und all die Pressevertreter und Freunde gekommen. Das ist wunderbar und soll doch helfen, wieder ein wenig Versöhnung zu schaffen.

Hierbei sei erwähnt, dass wir vom Israelladen im März 2003 eine Reise anbieten. Während dieser Zeit in Israel wollen wir auch versuchen, neue Schilder zu besorgen. Zugesagt wurden sie uns schon von Katzrin, der Hauptstadt des Golan und von En Gedi, einer Oase am Toten Meer, nach der auch unser Laden benannt ist.

Ein großer Wunsch ist es, ein Schild von Jerusalem zu bekommen. Auch hier laufen bereits Verhandlungen. Außerdem soll dieser Pfahl an dem die Schilder angebracht werden, symbolisieren, dass Israel einen festen Platz als eigenständiges Land in der Welt hat.

Und auch Israel will Frieden, das soll uns allen bewusst sein und da der Fernwehpark auch ein Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung sein soll, ist es umso wichtiger, Israel mit dabei zu haben.

Herzlichen Dank für ihre tolle Idee, Herr Beer, für die Stadt Hof solch einen interessanten und symbolkräftigen Fleck Erde zu gestalten. Ich wünsche Ihnen noch weiterhin viel Erfolg und Kraft!

In der Bibel steht in 1. Mose 12, Vers 3: "Wer Israel segnet, wird gesegnet sein." Freuen wir uns, dass dieser Segen von Gott nur darauf wartet, hier auf die Stadt Hof ausgegossen zu werden."

Die neuen Schilder

Klaus Beer bedankte sich herzlich für die Schilder: "Im Hofer Fernweh-Park dürfen und sollen sich Menschen aller Rasse, Religion, Hautfarbe und noch so politisch unterschiedlicher Weltanschauung die Hände reichen - Amerikaner und Iraker, Israeliten und Palästinenser. Krieg ist Satan pur. Friede, das Herz Gottes. Der Fernweh-Park soll als multikultureller und kosmopolitisch neutraler Ort ein Fluchtpunkt des Friedens sein."

Auch Oberbürgermeister Dieter Döhla freute sich, daß die Israelitische Gemeinde nun auch im Fernwehpark in Erscheinung trete, "denn sie gehört zum Verständnis unserer Stadt." Hof habe durch die Verfolgung der Juden in der Nazizeit viel verloren, denn jüdische Mitbürger hätten bis dahin das Leben in der Stadt mit geprägt. Heute begreift sich Hof mit fast zehn Prozent ausländischer Mitbürger durchaus als internationale Stadt, in der jeder, egal aus welchem Land er komme, willkommen sei. Dass es nun Schilder aus Israel gebe, sei ein gutes Zeichen und eine wichtige Bereicherung für den "Park des Friedens."

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