Ein fränkischer „Aboriginal“ in Ton oder: Angriff auf die Lachmuskeln des Fotografen
Franken haben keinen Humor? Etz horch amol! KLAUS KARL-KRAUS, Kabarettist, Musiker, Moderator und Autor in einer Person, belehrt einem eines Besseren.
KLAUS KARL-KRAUS bezeichnet sich selbst als fränkischen „Aboriginal“ und seine Fans nennen ihn liebevoll kurz KKK. Bei ihm bekommen alle ihr Fett weg. Mit fränkischem Scharfsinn analysiert er den Allerweltsfranken in dessem Alltag. Mit Vorliebe auch den „Clubberer-Schal“ um die Schultern, und natürlich mit unglaublicher Sprachakrobatik.
Vor seinem Auftritt in Hof nimmt ihn Fernwehpark Initiator Klaus Beer aber selbst zuerst einmal raus aus dem „bayerischen Sibirien“, sprich Oberfranken, und setzt ihn ab im sonnigen Kalifornien - gedanklich und emotional zumindest. KKK weht ein Hauch von HOLLYWOOD um die Nase. Da muß er gar nicht so vedutzt schauen, der Klaus Karl-Kraus, der „Fernwehpark“ macht’s möglich.
Nach der Signierung seines STAR-SCHILDES folgt die Aktion der Handabdrücke alà HOLLYWOOD.
Wie immer erklärt Klaus Beer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu erzielen: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anvisieren, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten. Und dann am besten mit der Linken einfach hinein in den Ton...“
Und das soll ich rein? So?, fragt KKK.
„Und dann einfach jeden einzelnen Finger mit der rechten Hand langsam, aber kräftig eindrücken“, erklärt Klaus weiter.
„Oh je, oh je, tut des weh“, scheint dieser Gesichtsausdruck zu sagen... Was so ein Franke nicht alles ertragen muß. „Abgseng vom koltn Wetter, jetzt a noch nei in des kolta Zeich...“
Plötzlich ein Aufschrei. „Stop, Stop, nochmal alles von vorn.“ Klaus und der FWP-Fotograf sind ganz erschrocken. Was ist passiert? „Nicht ohne meinen Schal“, sagt Klaus, „der Clubberer-Schal muß mit auf’s Bild“.
DAS hat Klaus Beer bei den Handabdruck Aktionen noch nie gesehen. Er kennt nach über 200 Stars zwar große und kleine, dicke und schmale, Hände, die zupacken können und Diva- Elfenbein-Hände, mal ringbesetzt, bei den Damen natürlich immer mit gut lackierten Fingernägeln – doch einen Herrn mit nur einem lackierten Fingernagel, in diesem Fall ist es der „Kleine“, der knallrot leuchtet, hat Klaus bei den Künstlern bislang noch nie erblickt. Das gibt es wahrscheinlich nicht mal in HOLLYWOOD, das gibt es eben nur in Franken.
Ob ich meine Hand da wieder rausbekomme? Oder ob ich mit einem Betonblock an den Fingern auf die Bühne muß?, scheint jetzt dieser Gesichtsausdruck von KKK zu fragen.
Dann ist das wandelbare Gesicht des Kabarettisten wieder ganz erstaunt: „Oh, ich sehe meine Hand – im Ton“.
Doch jetzt ist die Rechte an der Reihe. „Wie schrecklich. Das Ganze nochmal von vorn. „Worauf habe ich mich da nur eingelassen.“ Das Gesicht von Klaus Karl-Kraus spricht Bände. Kraus: ein Bildgenuß !!!
Klaus und der Fernwehpark Fotograf Matthias können kaum noch, vor Lachen. Attacke auf das Zwerchfell der Beiden. KKK schießt im Sekundentakt seine Grimassen ab.
Wenn das Publikum im Saal mitbekäme, was sich da im Nebenzimmer abspielt. Sie würden vor Brüllen unter den Sitzen liegen. Im anschließenden „normalen“ Bühnenprogramm kommt das dann nicht mehr vor. Privatvorstellung für den Fernwehpark sozusagen.
Doch jetzt hat aller Klamauk ein Ende. Es folgt die wichtigste Pose des Shootings. Das Friedenszeichen. Klaus Karl-Kraus wird ernst, aber wir haben dieses Foto gewählt, denn man kann sich auch freuen, wenn man ein Zeichen für den Weltfrieden setzt.
Denn mit den Handabdrücken alá HOLLYWOOD werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Jetzt müssen die Handprints nur noch signiert werden.
Dazu kratzt KKK seinen Namenszug in den Ton.
Und so sehen die Handabdrücke des Kabarettisten und Bühnen-Allround Genies Klaus Karl-Kraus aus. „Schee ist er blieb’n“, der KKK.
Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens werden die Handabdrücke vom Hofer Töpferladen, der auch den Ton für die Star-Handabdrücke nach Geheimrezept entwickelt hat, steinhart gebrannt. Zu sehen sein werden sie einmal im „FERNWEH Star-Museum“, das gegenüber des Fernwehparks geplant ist. Präsentiert im Rahmen, unter Glas und mit entsprechender Beleuchtung, damit durch die Licht-Schattenwirkung die Konturen besonders gut zum Ausdruck kommen.