Tony, Tony noch einmal...
Er gilt als der "Fröhlichmacher der Nation" und ist Ehrenbürger der Südseeinsel "Bora Bora".
Nach einer über 50jährigen Bühnenkarriere zählt der Kult-Schlagerstar und Entertainer TONY MARSHALL zu den erfolgreichsten Interpreten der deutschen Schlagermusik. Seinen Durchbruch feierte der Künstler mit Ausbildung zum Opernsänger im Jahr 1971 mit dem Hit "Schöne Maid". Zu weiteren populären Titeln zählen: "Heute hau'n wir auf die Pauke", "Ich fang für euch den Sonnenschein", "Komm gib mir Deine Hand", "Junge, die Welt ist schön" und natürlich "Bora Bora" (1978) - ein Song, der nicht passender für den Fernwehpark sein könnte, eben Fernweh pur verkörpert.
30. Mai 2008. Im Rahmen eines Benefiz Konzerts, dass der Eagles Charity Golf Club zugunsten des früheren Heldentenors Peter Hofmann veranstaltet, wird Tony Marshall in den "Signs of Fame" aufgenommen.
Tony, Tony noch einmal... Nach der Signierung seines Star-Schildes ist der Sänger aber noch nicht entlassen. Es folgen die Handabdrücke alá HOLLYWOOD, jedoch mit noch weit tieferem Sinn.
Wie immer erklärt Fernwehpark Inititiator Klaus Beer was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu erhalten. "Beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anvisieren, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten..."
"...und dann mit der anderen Hand jeden Finger einzeln und kräftig eindrücken.
Während Klaus Beer noch erklärt und Tony Marshall aufmerksam zuhört, hat sich Gunther Emmerlich, einer der vielen anderen Interpreten des Charity Konzerts, dazugesellt und beobachtet die Szene mit Schmunzeln. Kennt er doch die Aktion zu genau. Denn er ist schon lange im "Signs of Fame" vertreten. Er sagt "Nur mal zu, ich habe meine Pratzen da auch schon reingedrückt..."
Und dann am besten mit der linken Hand beginnen - und einfach hinein in den Ton".
Das Fotoshooting ist im vollen Gange. "Und dabei auch immer mal einen Blick in die Kamera bitte".
Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst in die graue Masse, die der Hofer Töpferladen nach "Geheimrezept" extra für die Star-Handprints entwickelt hat.
Tony Marshall ist voll bei der Sache, ihm scheint die Aktion richtig Spaß zu machen.
Damit sich seine Hand auch richtig plastisch abzeichnet, kommt jetzt auch noch die Faust mit ins Spiel.
Und das Ganze dann umgekehrt mit der rechten Hand.
Jetzt folgt die wichtigste Pose. Das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken alá HOLLWOOD werden die Künstler nicht nur für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport geehrt, sondern heben damit symbolisch auch die Hände für den Frieden in der Welt. Und da macht Tony Marshall natürlich gerne mit.
Obwohl man Tony Marshall meist mit Funny-Songs und Party-Knüllern in Verbindung bringt, ist der Künstler privat ein eher ernsthafter Mensch. Während des ganzen Abends hat Klaus Beer Gelegenheit, sich immer mal wieder mit ihm "über Gott und die Welt" zu unterhalten. Dabei stellt ihm Klaus auch die "berühmte" Fernwehfrage": "Was verbinden Sie mit dem Begriff FERNWEH? Gibt es ein Lieblingsreiseland, das für Sie Fernweh pur bedeutet?. Was Tony Marshall darauf antwortet, kann man in unserer Rubrik "Die FERNWEH-FRAGE" erfahren.
"Das ist mein Abdruck - und diese Hand hebe ich für den Frieden in der Welt".
Bilder, die neben den Fernwehpark Star-Fotografen und Christine Ströhlein und Ralf Standtke auch die anwesenden Profifotografen gerne mitnehmen.
Jetzt müssen die Handprints nur noch signiert werden.
Dazu ritzt Tony Marshall langsam seinen Namenszug in den Ton.
Und so sehen die Handabdrücke des beliebten Sängers und Enterainers aus.
Im Rahmen eines Fotoshootings müssen immer bestimmte Posen abgearbeitet werden. Darunter sind auch Aufnahmen, die Schild und Tonschale zusammen zeigen, denn bei einer Veröffentlichung muß oft ein einziges Bild alles über die Aufnahme eines Prominenten in den "Signs of Fame" aussagen. Auch davon werden mehrere Fotos geschossen, das Beste findet dann Einzug auf unsere Homepage und wird für die Pressearbeit verwendet.
Das Malheur
In der Regel zeigen unsere Bilderstories "Best of the Best" aus Hunderten von Fotos eines Shootings. Doch eines, einfach aus der Hüfte heraus geschossen, wollen wir unseren Lesern zur Abrundung des Stimmungsberichts nicht vorenthalten: Ungeschminkt, mit fürchterlichem Hintergrund, zwischen Kisten, Kästen und Kabeln. Backstage Atmosphäre authentic. Eigentlich reif für den Papierkorb, doch ungemein passend für unsere Stimmungsgeschichte.
Thema: "Wieso macht sich Klaus Beer am Hosenbein von Tony Marshall zu schaffen?" Die Aufklärung: Nach der Handabdruck Aktion kommt Tony zufällig mit der Hand an seine schwarze Hose und hinterlässt weiße Tonspuren. Instinktiv möchte er sie mit der anderen Hand abwischen, doch auch diese ist noch mit Tonresten behaftet. So wird das Ganze noch schlimmer. Und das alles vor dem Auftritt.
Da das Handtuch, das Klaus Beer zum Säubern immer dabei hat, ausgerechnet in diesem Moment nicht auffindbar ist, greift er zu einem anderen Tuch, das zu allem Überfluß auch noch fusselt. Ohje, ob der Tony jetzt sauer ist? Szenen, die das Leben, das heißt eine Aufnahme in den "Signs of Fame", so schreibt...
Am sinnvollsten wäre es, wenn man die Tonspuren antrocknen ließe. Dann würde ein leichtes Klopfen auf den Stoff genügen - und alle Spuren wären beseitigt. Doch die Flecken auf dem edlen Bühnenanzug, mit dem Tony bald im Scheinwerferlicht stehen wird, sollen so schnell wie möglich verschwinden. Also wird gerieben und gefummelt. Dann ist der Tony erstmal in der Garderobe verschwunden.
Zwanzig Minuten später aber ist die Welt wieder in Ordnung. Tony Marshall ist wieder bei bester Laune. Seinem Auftritt vor 1600 Besuchern auf der Freilichtbühne der Luisenburg steht nun nichts mehr im Wege.
Die Verursacher allen "Übels": Die Handabdrücke. Sind sie nicht schön geworden? Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens werden sie vom Hofer Töpferladen steinhart gebrannt. Zu sehen sein sollen sie dann einmal im Fernweh Star-Museum, das gegenüber des Fernwehparks geplant ist. Eingerahmt, unter Glas und in ansprechender Beleuchtung, so dass Licht und Schatten die Konturen wunderschön hervortreten lassen...
Fotos Ralf Standtke
Fotos Christine Ströhlein