Die Fernweh-Frage
WAS VERBINDEN SIE MIT DEM BEGRIFF "FERNWEH"?
HANS-DIETRICH GENSCHER (Ex Außenminister der BRD)
Im Rahmen der Aufnahme des großen Staatsmannes HANS-DIETRICH GENSCHER in die „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernwehpark“,
mit Signierung seines STAR-Schildes und seinen „Handabdrücken in Ton“ sowie der Verleihung eines
STAR-STERNS, wollte ihm Fernwehpark Intitiator Klaus Beer auch die berühmte „FERNWEH-FRAGE“ stellen:
Was verbinden Sie mit dem Begriff ‚FERNWEH‘?. In welches Land oder Stadt würden Sie gerne einmal oder wieder reisen? Oder was wäre Ihr absoluter „Fernweh-Traum?“
Doch Andrea Herdegen, Redakteurin der Frankenpost Hof, kam ihm zuvor und stellte eine ähnliche Frage im Rahmen eines großen Interviews, das sie mit dem großen Politiker in
seinem Urlaubsdomizil Bischofsgrün führte. „ Sie haben die ganze Welt gesehen. Wo ist ihr Lieblingsplatz?“
Hans-Dietrich Genscher antwortete darauf, wie es auch bei Klaus Beer nicht treffender hätte sein können: (Original Zitat Frankenpost)
GENSCHER: „Zunächst einmal war ich nicht in der ganzen Welt. Ich war nie in Australien und Neuseeland. Das hing damit zusammen, dass wir mit den beiden Ländern, die ich
sicher mal gern gesehen hätte, keine Probleme hatten. Der Außenminister soll ja nicht seine Reisen danach einrichten, was er gerne sehen möchten, sondern er hat die Aufgabe,
Beziehungen zu entwickeln und zu verbessern. Und mein Lieblingsplatz ist: zu Hause."
FRANKENPOST: In Bonn?
GENSCHER: Genau, da wo wir wohnen. Am Südrand von Bonn.
FRANKENPOST: Aber der Außenminister a.D. kann das ja noch nachholen mit Australien und Neuseeland...
GENSCHER: „Richtig. Das kann er privat immer machen. Das machen ja viele Leute, dass sie sich mit einer Reise einen Jugendwunsch erfüllen. Aber die nächste große Reise geht
wohl woanders hin."
FRANKENPOST: Wohin denn?
GENSCHER: Zu einem „Familien-Treffen“ in die USA. Nach Houston. Dorthin hat nämlich der frühere US-Außenminister James Baker uns alle eingeladen, die wir die so genannten
Zwei-plus-Vier-Verhandlungen über die deutsche Vereinigung geführt haben und die wir den Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet haben. Es werden da sein: Natürlich der Gastgeber
James Baker, Roland Dumas aus Frankreich und Douglas Hurd aus England. Eduard Schewardnadse, damals aus der Sowjetunion, heute aus Georgien. Und Lothar de Maizière, der zur
Zeit der Unterzeichnung auch Außenminister der DDR war. Und natürlich ich. Ein Treffen der Veteranen von 1989/90.
Lesen Sie das von Andrea Herdegen mit Hans-Dietrich Genscher geführte INTERVIEW in voller Länge HIER.