Hollywood-Star im "Signs of Fame"
Seinen wohl nachhaltigsten Erfolg feierte Jürgen Prochow als U-Bootkapitän in Wolfgang Petersens Kassenschlager von 1979 "Das Boot". Sein Gesicht wurde zum Markenzeichen. In seinen Rollen meist wortkarg, mit kantig, pockennarbigem Gesicht, verkörpert JÜRGEN PROCHNOW auf der Leinwand meist die harten, fiesen Kerle. Keinen nimmt man so gut Filmbösewichter und Einzelgänger-Figuren ab. Mit diesem Typus entwickelte sich der Bühnenschauspieler seit den 70er Jahren zu einem der markantesten Darsteller des deutschen Films - der es auch in Hollywood geschafft hat. Dort spielte er mit Größen wie Omar Sharif, Roy Scheider, oder Silvester Stallone, unter Regisseuren wie John Frankenheimer und John Carpenter. Auch in Filmen wie "Der Wüstenplanet", "Der englische Patient", "The Replacement Killers", "Beverly Hills Cop II" oder "Air Force One" mit Harrison Ford taucht sein Name in der Besetzungsliste auf.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigenen Homepage.
Aus Zeitgründen schien eine Begegnung mit Klaus Beer zur Aufnahme in den "Signs of Fame" kaum möglich. Frühstücksfernsehen und "Maischberger" sogar wurden abgelehnt. Doch als das Management die hochkarätigen Namen auf der Homepage des Fernwehparks entdeckte, die schon alle geehrt wurden und gleichzeitig damit ein Zeichen für den Frieden in der Welt setzten, erfolgte spontan eine Zusage.
So wurde innerhalb von zwei Tagen ein Starschild gefertigt, zwar nur mit seinem Namen, da in der Kürze der Zeit ein offiziell vom Management genehmigtes PR-Foto von ihm nicht aufzutreiben war und der Hofer Töpferladen fertigte den Spezialtaon für die Handabdrücke alá HOLLYWOOD. Dann Fahrt nach Wunsiedel, wo Jürgen Prochnow mit Anna Magdalena Fitzi in Ben Eltons Schauspiel "Brisante Erinnerung" auf der Bühne steht.
Warten auf den Weltstar - Ein Stimmungsbericht
Vor kurzem noch in einem Actionfilm in Los Angeles / Hollywood vor der Kamera - nun in dem kleinen Ort Wunsiedel auf der Bühne, als ganz "normaler" Theater-Schauspieler. Klaus Beer: Als wir gegen 20.45 Uhr am Künstlereingang der Fichtelgebirgshalle eintreffen, erwartet uns schon die freundliche Tourbegleiterin. "Psst, wir müssen ganz leise sein. Gleich hinter dem Eingang ist die Bühne, dort hört man jede Stecknadel fallen". Wir schleichen uns mit Schild und Tonform hinunter in die Künstlergarderoben, suchen eine geeignete Location, wollen alles vorbereiten. Da klingelt plötzlich das Händy unseres Fotografen. Wir schubsen ihn sofort in eine der Garderoben und schließen die Tür. Doch sein Reden hört man noch immer. Wir sind einem Herzinfarkt nahe. Ich öffne noch mal die Türe, signalisiere wie wild Leise, ‚Leise, leise'..., wage kaum mehr zu atmen. Selbst unten im Künstlerbereich hört man jedes Wort der Schauspieler, kristallklar. Wir setzen uns mucksmäuschenstill auf eine Treppe, verlassen dann aber doch das Gebäude und warten im Auto auf das Ende des Stücks. Sicher ist sicher. Wir sind die Gäste und wollen absolut nicht stören.
Schlußapplaus. Wir hasten hinunter in die Garderobe. Es ist natürlich nichts vorbereitet. Gerade will ich die Tonform auspacken, da kommt Jürgen Prochnow. Er sagt kurz Hallo und möchte die Signierung in der Garderobe machen. Ich schlage aber eine freie, weiße Wand im Gang vor. Der Schauspieler stutzt. Wird ihm da widersprochen? Ich schieße einen aufklärenden Satz nach: "Herr Prochnow, SIE sollen doch im Bild wirken, der Hintergrund muß neutral sein, Garderobenständer oder Spiegel würden nur von Ihnen ablenken". Prochnow ist einverstanden.
Erster Blick auf sein Star-Schild. Es scheint ihm zu gefallen und er stellt sich damit schon mal dem Fotografen.
Doch erst mit seiner Unterschrift auf dem Schildergruß ist natürlich das Bild perfekt.
Eine freudige Aktion, doch es muß auch mal ein ernster Gesichtsausdruck sein, so, wie wir den Schauspieler von seinen Filmrollen her kennen.
Shake Hands mit Fernwehpark Initiator Klaus Beer zur Aufnahme in den "Signs of Fame" des Hofer Fernwehparks!
Mit seinen Handabdrücken in Ton" wird der Schauspieler nicht nur für seine internationalen schauspielerischen Erfolge geehrt, sondern hebt damit auch symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt. Zu sehen in unserer ausführlichen Bilderstory "Handabdrücke in Ton".
Plötzlich steht eine Mutter mit Tochter neben uns. Zuschauer, die sich zum Künstlerieingang durchgeschmuggelt haben und ein Autogramm wollen. Jürgen Prochnow kommt aus der Garderobe. Die Schuhe in der Hand. "Sie wollen ein Autogramm? Kommen Sie mit" Er bittet sie in die Garderobe und unterschreibt das Theaterplakat. Als sie noch ein Foto wollen, lehnt er jedoch lächelnd ab. "Ich habe heute schon so viele Fotos gemacht".
Der rauhbärtige Filmbösewicht mit meist ernstem, verschlossenen Gesicht, trägt in Wirklichkeit immer ein Schmunzeln im Gesicht. Jugendliche Frisur, jungbubenhafte Wellen, umwerfendes Lächeln, selbst wenn er mal Nein sagt. Wir freuen uns, daß er für den Fernwehpark fast das ganze ‚Programm ‚ durchgezogen hat. Selbst die obligatorische Frage nach seinem ‚Fernwehtraum', wohin er denn am liebsten einmal reisen würde, wenn er ein halbes Jahr von Film- und Bühne aussteigen wollte, hat er uns beantwortet. Was er dabei verriet, kann man in unserer Rubrik "Die Fernwehfrage" erfahren.
Die Bitte, dann noch auf der Kühlerhaube des direkt vor dem Künstlereingang parkenden ‚Starmobils' zu unterschreiben, haben wir uns dann aber nicht mehr zu stellen getraut. Wir drückten der Managerin aber noch eine Zeitungskopie der FRANKENPOST mit dem Bild von der Aufnahme Roland Emmerichs in den "Signs of Fame" anläßlich seiner Weltpremiere von ‚The Day After Tomorrow' in die Hand, denn das wird dem Mann aus Hollywood, der abwechselnd in Los Angeles und München lebt, sicher interessieren.