STAR-STERN VERLEIHUNG
Ein Stern für den Wegbereiter der deutschen Einheit
HANS-DIETRICH GENSCHER gehört mit zu den letzten, unvergessenen großen Staatsmännern Deutschlands, die Geschichte geschrieben haben.
Achtzehn Jahre lang, von 1974 bis 1992, war Hans-Dietrich Genscher Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor gehörte er viereinhalb Jahre als Bundesminister des Innern der Bundesregierung an.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.
HANS-DIETRICH GENSCHER war maßgeblich an der Entspannungspolitik und des Ost-West-Dialogs der siebziger Jahre beteiligt und ist als ein maßgeblicher Wegbereiter der deutschen Einheit anzusehen. Aus diesem Grund entschloß man sich, dem großen Staatsmann mit allen dem Hofer Friedensprojekt zur Verfügungen stehenden Möglichkeiten zu ehren und ihm damit DANKE zu sagen für seinen ganz persönlichen Einsatz dazu.
Als Fernwehpark Vize André Puchta die erste Anfrage an das Büro von H.D. Genscher zu seiner Aufnahme in die „Signs of Fame“ stellte und Fernwehpark Initiator Klaus Beer danach im
Dialog mit seinem Büro über zwei Jahre einen passenden Besuchstermin suchte, kristallisierte sich bei Beer der Gedanke heraus: „Hans-Dietrich Genscher hat es unter Einsatz seines
Lebens möglich gemacht, daß die Prager Flüchtlinge 1989 in den Westen ausreisen durften. Er hat dadurch das erste Loch in die Mauer geschlagen. Wem, wenn nicht ihm, gebührt dann
ein STAR-STERN?“
Als dann der Besuchstermin am 26. Juli 2009 feststand, teilte Klaus Beer dem großen Staatsmann mit. „Wenn Sie nach Hof in den Fernwehpark kommen, erhalten Sie das `volle Programm: Ein Star-Schild und die Handabdrücke zu Ihrer Aufnahme in die `Signs of Fame`sowie die größte Auszeichnung, die das multikulturelle und völkerverbindende Friedensprojekt zu vergeben hat, einen STAR-STERN auf dem `Boulevard der Humanität`“.
Die Vorbereitung
Sonntag, 9.00 Uhr. Fernwehpark Initiator Klaus Beer ist noch alleine am Fernwehpark und kann in aller Ruhe die notwendigen Vorbereitungen für die Ehrung treffen.
Da das Reizvolle an den Fernwehpark Bildergeschichten der Blick hinter die Kulissen ist, wollen wir auch in dieser Story die Leserinnen und Leser mit einem Stimmungsbericht hautnah am Geschehen der Verleihung des 6. STAR-STERNS an Hans-Dietrich Genscher teilhaben lassen.
Kurze Zeit später trifft ein TV-Team des Bayerischen Rundfunks ein, daß die Star-Schild Signierung und die Star-Stern-Verleihung für ein geplantes, ausührliches Porträt über den Fernwehpark dokumentieren will. Besonders die actionreichen Bilder, wenn der große Staatsmann seine Hände für den Frieden in der Welt wie in Hollywood in feuchten Ton drückt, wollen sich die Fernsehleute natürlich nicht entgehen lassen. Und natürlich den feierlichen Augenblick, wenn der rote Prokatstoff von dem Star-Stern gezogen wird.
Inzwischen ist auch ein Mitarbeiter des Bauhofs erschienen, der zusammen mit einem kräftigen Security-Mann den 120 Kilo-Stein auf das Stahlpodest hievt.
Klaus Beer: „Bei den vorherigen Star-Stern Empfängern Sarah Connor, James Last, Pierre Brice und Heino hatten wir das Podest noch nicht. Da wir aber den dann folgenden, ebenfalls über 80-jährigen Herren nicht mehr zumuten konnten, für Pressebilder zu dem am Boden liegenden Stern in die Knie zu gehen, haben wir spätestens bei (bitte verlinken dirket mit den Stories von...) Karlheinz Böhm dieses Podest bauen lassen, daß den Stern in Brusthöhe des zu Ehrenden präsentiert.“
Bei Klaus muß alles perfekt sein. Obwohl er weiß, daß in der Praxis oft sowieso alles anders wie geplant abläuft, ist die Ehrung exakt durchgeplant. Auch die Medienvertreter erhalten ein Schreiben, in dem sie gebeten werden, hinter der roten Kordel-Absperrung zu bleiben, da die Erfahrung zeigt, daß bei den Handprints und der Stern-Enthüllung alle nach vorne drängen und so der Abstand für gute Bilder nicht mehr gewährleistet ist. Alle behindern sich gegenseitig. Und so muß auch das rote Tuch akurat zurechtgezupft werden.
Bernhard Oppenrieder, Chef des Granitwerk Kirchenlamitz, hat auch diesen Stern hergestellt. Wie „multikulturell“ dieser ist, wird Klaus Beer bei der Star-Stern Enthüllung noch erklären.
Mit der Hand wurde auch hier der Name herausgemeiselt und die Buchstaben mit Goldfarbe ausgelegt.
Nach und nach treffen weitere Medienvertreter ein. Die „TV-Ehrengäste“ aber sind heute ein TV-Team des Bayerischen Rundfunks, das in wenigen Tagen nocheinmal kommen wird, um dann in aller Ruhe Bilder vom Fernwehpark abzudrehen. Auch das Anbringen neuer Schilder, darunter das von H.D. Genscher natürlich und die wertvollen gebrannten Tontafeln der Star-Handabdrücke, die bis zur Fertigstellung des geplanten Fernweh Star-Museums in einem Lager gestapelt sind, sollen dabei gefilmt werden.
Dann wird der Rote Teppich ausgerollt. Dazu legt Klaus Beer selbst mit Hand an. Der BR ist hautnah mit dabei. Denn die Fernsehzuschauer sollen sehen, daß der „Vater des Fernwehparks“ von der ersten Idee vor 10 Jahren bis zum Annageln der Schilder, der Einladung und Empfang der Stars bis hin zur letztendlichen Pressearbeit, aber auch dem Stutzen der Hecken, wenn Äste durch die Pfostenreihen wachsen und die Sicht auf die Schilder verdecken bis zum Säubern der Wege, alles selber macht. Unterstützt von einem kleinen, harten Kern von Helfern, vorallem der Webmaster im gemeinnützigen Fernwehpark Verein.
Nun wird Star-Stern endgültig verhüllt. Mit einem ebenso roten Prokattuch wie das, auf dem er lagert.
Klaus Beer achtet auch hier darauf, daß alles perfekt ist. Doch wie sich später bei den Bildern herausstellen wird, hat in der Zeit, in der Klaus Beer Hans-Dietrich Genscher abholt,
jemand daran herumgefummelt. Und so wird auf allen Bildern der rechte Rand des Grantisterns hervorlugen. Für Klaus Beer ein Unding, doch er kann leider nicht alles überwachen.
Und da er im Augenblick der Ehrung auf vieles andere achten muß, ist ihm dies nicht mehr aufgefallen. Und auch niemand anders kam auf die Idee, das Tuch wieder ordentlich herzurichten.
Zwischenzeitlich ist auch die Security eingetroffen. Klaus Beer unterweist die Wachleute vom Objektschutz Russo nocheinmal über den Ablauf der Ehrung und weist wie immer eindringlich darauf hin, daß nach der offiziellen Begrüßung und der Vorstellung der Sponsoren alle der Reihe nach auf den Roten Teppich Gebetenen diesen dann auch wieder zu verlassen haben. Denn während der Schild-Signierung, der Aktion der Handabdrücke und der Star-Stern Enthüllung muß der Hintergrund der exotischen Schilderkulisse frei bleiben. Vorallem darf sich kein Zaungast darin „verirren“ und mit seinem Konterfei die Pressebilder verderben. Auch diese Anweisungen will das Fernsehteam des BR für das Fernwehpark Porträt mitnehmen.
Das Treffen
Sonntag, 10.45 Uhr. Fernwehpark Initiator Klaus Beer trifft Hans-Dietrich Genscher vor dem Hofer Theater, um einige Einzelheiten zum Ablauf der Star-Stern Verleihung zu besprechen. Da es Klaus Beer auch möglich gemacht hat, daß der hohe Besuch, nach Anfrage der Stadt Hof an das Genscher-Büro, auch bei einer parallel stattfindenden Gedenkfeier anwesend ist – der große Staatsmann hat die Entscheidung darüber voll in die Hände des Ersteinladenden gelegt - geleitet Klaus Beer seinen Gast vor der Ehrung am Fernwehpark noch dorthin. Auf Grund der guten Zusammenarbeit mit der Stadt wird dabei sogar das offizielle Zeitprogramm am Fernwehpark über den Haufen geschmissen und den angereisten Journalisten mitgeteilt, daß sich die geplante Ankunft Genschers um 11.15 Uhr um ca. 20 Minuten verspäten wird.
Da sich erfahrungsgemäß bei Star-Stern Verleihungen immer ein großer Medienrummel am Roten Teppich abspielt bittet Klaus Beer Hans-Dietrich Genscher, daß Star-Mobil jetzt schon zu signieren. Hinterher wird dazu sicher keine Zeit mehr sein.
Als einziger Medienvertreter neben dem offiziellen FWP-Fotografen ist das Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks mit dabei, das auch das erste Zusammentreffen von Genscher und Beer für das Porträt über den Hofer Fernwehpark dokumentieren will.
Klaus Beer zu seinem berühmten Gast: „Herr Minister, wir können uns sicher nicht mit den Oscar-Verleihungen oder anderen Ehrungen vergleichen. Aber die Geehrten können dort ihren Bambi, Oscar, Goldene Kamera oder dergleichen immer mit nach Hause nehmen. Wir behalten aber ihr signiertes Star-Schild hier. Damit Sie aber trotzdem nicht mit leeren Händen den Fernwehpark verlassen müssen, haben wir Ihr Star-Schild nocheinmal in Miniaturausgabe anfertigen lassen. Zur Erinnerung an Ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“.
Die Ankunft
11.35. Uhr. Ein großer Staatsmann kommt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei der vorher erwähnten Veranstaltung, bei der Hans-Dietrich Genscher noch mit vorbeischaute, traut Klaus Beer seinen Augen nicht. Als Klaus beim ersten Treffen vor dem Theater einfließen ließ daß es gut wäre, die für 11.15 Uhr eingeladenen Medienvertreter am Fernwehpark wenn mögllich nicht länger als 11.30 Uhr warten zu lassen sagt Genscher zu ihm „Machen Sie sich da mal keine Sorgen.“ Und was macht Genscher dann? Obwohl die Feierstunde noch lange nicht zu Ende ist, geht er auf den Oberbürgermeister zu, flüstert ihm etwas ins Ohr und verläßt die Veranstaltung. Er möchte pünktlich am Fernwehpark sein, wegen dem er ja in erster Linie nach Hof gekommen ist.
Ein großer Staatsmann aus der Ära Brandt, Schmidt und Kohl, der auch im Kleinen, wie damals bei der Zusage, daß die Prager Flüchtlinge auf ihrer Ausreise durch die DDR nichts zu befürchten haben, sein Versprechen hält. Ein großer Mann, auf dessen Wort man felsenfest bauen kann.
Mit Applaus wird Hans-Dietrich Genscher am Fernwehpark empfangen. Fernsehteams, Rundfunk und viele Pressefotografen erwarten ihn hier bereits sowie Hofer Bürger, die sich den Besuch des großen Politikers in Hof nicht entgehen lassen wollen.
Klaus Beer geleitet Hans-Dietrich Genscher über den Roten Teppich zu dem verhüllten Star-Stern.
Blick von der anderen Straßenseite. Dicht an dicht drängen sich Medienvertreter und Schaulustige vor der exotischen Schilderkulisse.
Begrüßungsworte
Alle Medienvertreter konzentrieren nun auf den noch verhüllten Star-Stern, bei dem die Aktionen der Ehrung stattfinden wird.
Nach einem kurzen, herzlichen Willkommen im Hofer Fernwehpark, gibt Klaus Beer das Mikrofon an Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner weiter, der den hohen Besuch seitens der Stadt begrüßt.
Neben dem Hofer Oberbürgermeister hat sich weitere lokale Politprominenz am Fernwehpark eingefunden. Auch der CSU-Bundestagsabgeordneter Dr. Hans-Peter Friedrich begrüßt den großen Politiker auf das herzlichste.
Ebenfalls mit dabei, der CSU-Landtagsabgeordneter Alexander König, der sich ebenfalls über den großen Staatsmann in Hof freut.
Der Ton, aus dem die Friedenszeichen sind
Bevor Klaus Beer zur Laudatio kommt weist er darauf hin, daß ohne Sponsoren und Freunde des Projekts keine einzigen Ehrung stattfinden könnte, auch nicht diese heute und schon gar nicht die Verleihung eines Star-Sterns. Beer: „Der Fernwehpark basiert ausschließlich auf Idealismus, ist frei von jeglichem Kommerz, ist eine Herzensangelegenheit. So ist das Projekt auf Sponsoren angewiesen, die mit ihren ganz speziellen, unterschiedlichen Möglichkeiten die Ehrungen ermöglichen. Ich darf Ihnen, sehr verehrter Herr Minister, deshalb einige wichtige Unterstützer vorstellen.“
Als erstes bittet Klaus Beer Herrn Franz Grässel und seine Gattin Diana auf den Roten Teppich, die nach den Entwürfen von Sonja Wietzel-Winkler und Matthias Winkler von Area 54 die Star-Schilder anfertigen, natürlich auch das von Hans-Dietrich Genscher, daß dieser gleich signieren wird.
Über die heute zum ersten Mal zum Einsatz kommende Mikrofonanlage, die das Hofer Lokalradio „Extra-Radio“ gesponsert hat, bittet der Initiator Rosa Maria Wolfrum, Inhaberin des Hofer Töpferladens und Gatten zu Hans-Dietrich Genscher. Frau Wolfrum hat nach Geheimrezept einen Spezialton für die Star-Handabdrücke entwickelt, der auch noch nach Stunden verformbar bleibt und eine sehr saubere Angelegenheit ist, im Gegensatz zum früheren echten Beton.
Der Staatsmann und das Mikrofon
Interessiert verfolgt der Hofer Oberbürgermeister, neben dem Grußschild des DALAI LAMA , das weitere Geschehen auf dem Roten Teppich.
Obwohl Klaus Beer den Ablauf des Protokolls und die Reden schriftlich fixiert hat, spricht er frei. Um aber bei den Namen der Star-Stern Sponsoren keine Fehler in der Partei-Funktion zu machen, nimmt er das Manuskript zur Hilfe. Und da es in diesem Augenblick etwas schwierig ist, zu blättern und das Mikrofon zu halten, nimmt ihm Hans-Dietrich Genscher das einfach aus der Hand und sagt: „Ich halte das jetzt einfach mal für Sie“.
Der Staatsmann, der mit den Großen der Welt an einem Tisch saß, nach wie vor von der Bevölkerung geachtet wird und Geschichte geschrieben hat, zeigt Größe durch Bescheidenheit. Das gibt spontanen Applaus. Hans-Dietrich Genscher hat spätestens jetzt mit dieser so menschlichen Geste die Herzen der Anwesenden im Sturm erobert.
Klaus Beer weiter: „Sehr verehrter Herr Minister Genscher, ich darf Ihnen nun auch die Menschen vorstellen, die sich spontan bereit erklärt haben, die Kosten für den für den Fernwehpark unerschwinglichen Star-Stern zu übernehmen.“
Klaus Beer bittet dazu Stefan Quehl, FDP Kandidat zur Wahl des 17. Deutschen Bundestages 2009, Herrn Christian Joachim nebst Gattin und Kreisrat Herbert Pittroff vom FDP Ortsverband Rehau auf den Roten Teppich.
Einmal mit dem großen Staatsmann im Small-Talk zu stehen, ist auch für den jungen Politik-Anwärter ein Erlebnis das beflügelt, solch eine Karriereleiter in Angriff zu nehmen.
Polit-Prominenz unter dem Globus, daß die Globale Bedeutung> des multikulturellen Friedensprojekt „Fernwehpark“ an oberster Pfostenspitze trägt: „Give peace a Chance“.
Zeitzeugen
Vor der Laudatio, die auf dem Einsatz Genschers zur Ausreise der Prager Flüchtlinge basiert, bittet Klaus Beer zwei Zeitzeugen zu Hans-Dietrich Genscher, die in ganz besonderer Weise die Greuel des DDR-Regimes am eigenen Leibe schmerzlichst erfahren haben: Ralf und Jana Döbler, die ebenfalls über Prag ausreisten und am Hofer Hauptbahnhof ankamen.
Klaus Beer verliest dazu einige Schlagwörter, die unter die Haut gehen:
Stasihaft - 1982-83 Gefängnisse Leipzig, Bitterfeld - Festnahme vor dem Grenzübergang zur Tschechei 1982 - nächtelang verhört - dann Überführung ins Gefängnis Pirna - von dort U-Haft Leipzig, Stasigefängnis Beethovenstraße -
dann U-Haft Kästnerstraße - Verlegung in normale (nicht Stasi) U-Haft Beethovenstraße - Weihnachten 82 Verbringung mit dem berüchtigten Grotewohl-Express nach Strafvollzug Bitterfeld - selbstverständlich Ausreiseanträge gestellt - Bekräftigungen und wöchentliche Nachfrage bei der Abteilung Inneres seines Stadtbezrikes - Androhung von Haft, falls er, Ralf Döbler, wiederkäme.
Nach Einsicht in die Stasi-Akten wurde dann noch kund, daß Ralf bereits in der Schule bespitzelt wurde...
Jana Döbler bedankt sich über Mikrofon bei Hans-Dietrich Genscher, der ihre damalige Ausreise möglich machte. Die Döblers waren bei der zweiten Ausreisewelle dabei. Denn an dem Abend, als Genscher auf dem Balkon seine geschichtsträchtige Rede zur Bewilligung der Ausreise hielt, bastelte Ralf Döbler an einem Rucksack-Hubschrauber, der ihn über die Grenze in den Westen bringen sollte...
Hans-Dietrich Genscher in einem Interview, daß Andrea Herdegen für die Frankenpost führte, über das damalige DDR-Regime: „Ich habe nach Bayreuth zur Festspiel-Premiere immer wieder ausländische Kollegen eingeladen. Ich habe veranlasst, dass ich mit diesen Kollegen in einem Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes die Grenze abgeflogen bin, den Todesstreifen. Ich kann Ihnen sagen: Die hatten alle gehört von dem Todesstreifen und dem Stacheldraht. Aber als sie das aus dem Hubschrauber gesehen haben – und wir sind sehr niedrig geflogen, manchmal nur 50 Meter hoch – haben sie gesagt: So schlimm hätten wir uns das nicht vorgestellt. Ich glaube, dass bei allen, die nachdenklich sind, diese Zeit heute genauso präsent ist wie damals. Und damit auch die tägliche Freude, dass sie überwunden werden konnte.“
Dann durchbricht Klaus das Protokoll und bittet spontan jemand auf die „Bühne“, die es nicht einfach hat, mit diesem „Verrückten“, der sein ganzes Herzblut in das Fernwehpark Projekt steckt, das Leben zu teilen: Erika Beer, die es gar nicht gerne hat, bei Star-Events dabei zu sein. In den zehn Jahren des Bestehens des Fernwehparks war sie in den letzten 8 Jahren nur noch zweimal mit vor Ort. Bei Karlheinz Böhm und bei ihm, Hans-Dietrich Genscher.
Die Star-Stern Enthüllung
Dann endlich ist es soweit. Hans-Dietrich Genscher wird in die „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbinden Friedensprojekts „Fernwehpark“ aufgenommen.
Nach der Signierung seines STAR-SCHILDS...
... folgt die Aktion der HANDABDRÜCKE, mit denen die Prominenten nicht nur geehrt werden in den Genres Musik, Film, TV, Bühne, Sport oder wie hier für ganz besondere Leistungen in ihrer politischen Laufbahn, sondern damit vorallem die Hände heben für den Frieden in der Welt.
Wie Hans-Dietrich Genscher diese Aktion meistert, bei der Klaus Beer sogar mithelfen darf, die Finger des großen Staatsmannes einzeln in die feuchte Masse zu drücken, kann
man in unseren ausführlichen Bilderstories „STAR-SCHILD-Signierung“ und
„HANDABDRÜCKE“ ersehen.
Dann aber folgt der Höhepunkt der Ehrung. Klaus Beer schreitet zur Enthüllung des 6. STAR-STERNS für Hans-Dietrich Genscher. Seine Laudatio:
„Sehr verehrter Herr Minister Genscher. Wir verleihen Ihnen heute die größte Ehrung, die der Fernwehpark zu vergeben hat, einen STAR-STERN, für Ihren persönlichen Einsatz zur Ausreise von über 4.000 DDR-Flüchtllingen".
Erinnern wir uns:
August 1989: Die BRD-Botschaft in Prag - total überfüllt mit DDR-Flüchtlingen. Im Auswärtigen Amt laufen die Telefone heiß. Für Hans-Dietrich Genscher ist klar: Er muß verhandeln, muß persönlich vor Ort sein.
Und Hans-Dietrich Genscher versucht trotz Herzinfarkt, unter Einsatz seines Lebens, die Ausreisegenehmigung zu erwirken.
So fliegt er nach New York. Zu den Vereinten Nationen. Für den Notfall hat er zu seiner ärztlichen Versorgung zwei Kardiologen mit an Bord. Will mit dem DDR-Außenminister Oskar Fischer und dem sowjetischen Außenminister Eduard Schewardnadse über die Botschaftsflüchtlinge verhandeln...
Hans-Dietrich Genscher gelingt es, deren Ausreise zu erwirken. Unter einer Bedingung: Ein Ausreisestempel wird durch die DDR in den Pässen der Flüchtlinge hinterlassen. Und dafür müssen die Transporte durch das Gebiet der DDR fahren. Also erstmal wieder zurück. Ein riskantes Unternehmen, werden die Flüchtllinge das akzeptieren? Hans-Dietrich Genscher weiß, daß die Menschen in Prag davor Angst haben. So beschließt er, selbst nach Prag zu fahren und diese Nachricht persönlich zu überbringen.
Als er dann am 30. September 1989 spätabends auf den Balkon der Prager Botschaft trat, hatte er eine wichtige Botschaft zu verkünden.
Mit dem wohl berühmtesten, unvollendesten Satz eines Politikers, der in die Geschichte eingegangen ist. Denn das Ende des Satzes geht im Jubel der etwa 4.000 wartenden DDR-Flüchtlinge unter:
"Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise..."
Und Hans-Dietrich Genscher übernimmt die PERSÖNLICHE BÜRGSCHAFT, daß die Flüchtlinge unbeschadet durch die DDR ausreisen dürfen in den Westen – und sie kamen an, HIER in HOF !!!
Zwei Zeitzeugen haben wir vorhin schon gehört. Das diese heute hier sein dürfen, ist Ihnen zu verdanken sehr verehrter, lieber Herr Minister Genscher.
Aus diesem Grunde nehmen wir Sie heute in die „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts Fernwehpark auf und verleihen Ihnen sozuagen als Krönung einen STAR-STERN.
Hans-Dietrich Genscher steht stumm neben dem Stern. Geht um ihn herum, befühlt ihn.
Ein denkwürdiger Augenblick im Fokus der Medien.
Bilder, die für sich selber sprechen. Der große Staatsmann HANS-DIETRICH GENSCHER ist der 6. Star-Stern Würdenträger, ähnlich des Walk of Fame in Hollywood, Los Angeles. Doch die Ehrung hier beinhaltet einen ganz anderen Inhalt und Botschaft. Denn nicht alle Prominenten im „Signs of Fame“ erhalten automatisch auch einen STERN.
Eine limitierte Anzahl von STAR-STERNEN wird nur an Prominente verliehen, die sich neben ihren Erfolgen in den Genres Musik, Film, TV, Bühne, Sport oder eben Politik in ganz besonderer Weise karitativ engagieren, sich für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt einsetzen, Leben erhalten und retten und sich eben für andere Menschen auf der Welt stark machen.
Klaus Beer: „Sogar der Stein ist multikulturell. Der scharze Granit ist ein Impala aus Südafrika, der helle, gelbliche Stern ist aus dem Epprechtstein, hier in der Nähe von Hof.“
Der STAR-STERN ist enthüllt. Shake Hands mit Fernwehpark Initiator Klaus Beer, dem es eine große Ehre war, heute einen der größten deutschen Staatsmänner im „Signs of Fame“ begrüßen und verewigen zu dürfen.
Dann ergreift Hans-Dietrich Genscher nocheinmal das Wort und sagt: „Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne den Willen der Menschen auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs."
Und dann richtet der große alte Mann der deutschen Außenpolitik, so die FRANKENPOST, Redaktion Rainer Maier, sofort den Blick nach vorn: "Die junge Generation fragt nicht,
wieso Deutschland einmal geteilt war. Sie fragt, wie wir die großen Herausforderungen bewältigen können, denen wir in der neuen internationalen Entwicklung gegenüberstehen,
dem, was wir Globalisierung nennen. In der Vergangenheit war unser Weg getrennt, aber unsere Zukunft ist eine gemeinsame. Und die wollen wir gestalten."
Er sei, sagt der Minister a. D., ein großer Liebhaber der deutschen Sprache, aber an dieser Stelle müsse er ausnahmsweise ins Englische wechseln:
"Yes, we can!", ruft er - US-Präsident Barack Obama zitierend - allen Mut zu auf diesem Weg. "Das müssen wir jetzt gemeinsam zeigen."
Und „Yes we can“ hat Klaus Beer auch in seiner Asien-Ecke stehen. „Yes wie can – China and Tibet in Friendship“. Und hat dort bewußt das Star-Schild des tibetischen Sängers
LOTEN NAMLING, der mit dem DALAI LAMA auf Deutschlandbesuch war, zwischen Schilder aus China gehängt.
Beer: „Es kann nicht sein, daß ein Staat einen anderen unterdrückt, knechtet, Menschen verfolgt, tötet, so wie in der damaligen DDR.“
„Ich spreche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch über 30 Jahre Reisen in der Welt weiß ich, wie schön unser Blauer Planet Erde ist und wie dumm der Mensch,
durch Krieg und Terrorismus soviel Leid über Unschuldige zu bringen. Ich möchte deshalb eines nicht tun. Nämlich nichts tun. Ich weiß, der Fernwehpark kann Kriege sicher nicht
verhindern. Leider. Doch er soll ein Mahnmal sein, zum Nachdenken, zum Umdenken aufrufen für ein friedvolles Zusammenleben der verschiedensten Völker und Kulturen.
Denn unter den `Schilden aus aller Welt` sollen `Menschen aller Welt`ein Zeichen für den Weltfrieden setzen, egal welcher Hautfarbe, Religion oder politischen Weltanschauung.
Und wenn dann solche hochkarätigen Persönlichkeiten wie Hans-Dietrich Genscher mithelfen, diese Botschaft um die Welt zu tragen, freuen wir uns sehr.“ Yes we can“ – „wenn man nur
wollte, könnte die Welt viel besser, friedfertiger sein.“
Und so hofft Klaus Beer, irgendwann auch einmal den großen Hoffnungsträger Barack Obama mit einem Grußschild im Fernwehpark verewigen zu dürfen. Mit einem Aufruf, einander die Hände zu reichen, egal eben welcher Hautfarbe oder Religion.“
Der Stern wird gesetzt
Nach der Stern Enthüllung folgt ein weiterer großer Augenblick. Vor den Augen von Hans-Dietrich Genscher wird der Stern gesetzt. Dazu entfernt Herr Strobel vom Bauhof Hof einen sogenannten „Dummi“, der bereits am Freitag das vorbereitete „Loch“ verschloß. Denn die groben Erdarbeiten sollen natürlich nicht heute am Sonntag durchgeführt werden. Ein herzlicher Dank geht dabei auch an den OB Dr. Harald Fichtner, der das OK für das Star-Stern setzen seitens der Stadt Hof gab, denn auch das ist mit Kosten verbunden.
Dann wird der 120 Kilo schwere Star-Stern herbei gebracht.
Und innerhalb weniger Augenblicke, auf Grund der professionellen Vorabeit, ist der Stern in dem Gehweg eingepaßt. HOLLYWOOD-Feeling in HOF.
Interessiert und begeistert zugleich verfolgen von links Klaus Beer, Hans-Dietrich Genscher, Landtabsabgeordneter Alexander König, OB Dr. Harald Fichtner, Bundestagsabgeordneter Dr. Hans-Peter Friedrich und Stadtrat und CISM Weltmeister im Ringen 2000, Dominik Zeh, die Stern-Setz-Aktion.
Der STAR-STERN ist gesetzt. Hans-Dietrich Genscher und die umstehende Polit-Prominenz applaudieren.
Der Abschied
Es heißt Abschied nehmen. Hans-Dietrich Genscher wird jetzt, zusammen mit seiner lieben Gattin, die Weiterfahrt zu seinem Urlaub an der Ostsee antreten, wo sich die ganze Familie trifft. Er hat ich Bischofsgrün zu den Wagner-Festspielen, dessen Teilnahme schon Tradition ist, ein paar Urlaubstage eingelegt und nun geht es weiter.
Doch bevor Hans-Dietrich Genscher durch die Security zu seinem Wagen geleitet werden kann, wird er von den Medien umlagert, die noch ein paar O-Töne über seinen Eindruck zur Star-Stern-Verleihung und seine Gedanken zum 20-jährigen Fall der Mauer einfangen wollen.
Bereits auf der Michaelisbrücke angelangt, umlagern noch immer Fernsehteams den unvergessenen Politiker.
Auf dem Weg zu seinem Auto gibt er noch gerne Autogramme.
Im Bild Waltraud Raubold, ihres Zeichens Fernwehpark Star-Agentin, ist heute extra aus Auerswalde bei Chemnitz angereist, um die Ehrung im Fernwehpark an Hans-Dietrich Genscher mitzuerleben. Dabei auch Enkelin Celine, das „Fernwehpark-Maskottchen“.
Maurizio Russo und seine Security-Leute, die schon bei vielen Prominente zu deren Aufnahmen in die „Signs of Fame“ für die nötige Sicherheit gesorgt haben, geleiten Hans-Dietrich Genscher nun endgültig zu seinem Wagen.
Und freudig präsentieren Waltraud und Celine das Autogramm von Hans-Dietrich Genscher vor seinem signierten Star-Schild, geschrieben auf...
.... eine DDR-Ausreisebescheinigung, die es, man glaubt es kaum, heute als Postkarte zu kaufen gibt. Richtig so. All diejenigen, die damals dieses Regime so wichtig, unmenschlich wichtig nahmen, können und sollen in all ihren Funktionen nur noch Lachnummern sein – wenn es damals nicht so traurig gewesen wäre.
Boulevard der Humanität
Vor einem Schild aus PRAG, über diese Stadt Ralf und Jana Döbler dank des Einsatzes von Hans-Dietrich Genscher die Ausreise in den Westen ermöglicht wurde, erinnern sich die beiden im Hofer Fernwehpark, in Dankbarkeit für den persönlichen Einsatz des großen deutschen Staatsmannes, an ihre damalige Ausreise. Noch immer freudestrahlend, eben mit Dank im Herzen.
Für Jahrzehnte wird, neben den Einträgen in den Geschichtsbüchern, der Namen HANS-DIETRICH GENSCHER nun hier für immer vor Augen geführt. Mit einem STAR-STERN auf dem „Boulevard der Humanität“, vor der exotischen Schilderkulisse im Hofer Fernwehpark.
Tage später trifft bei Klaus Beer folgende Mail ein, persönlich geschrieben von Hans-Dietrich Genscher:
Sehr geehrter Herr Beer,
noch einmal möchte ich Ihnen sehr herzlich für die Einladung nach Hof danken. Für mich war die Auszeichnung ebenso ehrenvoll wie anrührend. Sie haben mit Ihrer Idee einen
wichtigen Beitrag geleistet, nämlich das Bewusstsein zu erhalten für die Probleme der Vergangenheit und für die Chancen für die Zukunft. Es wäre für mich eine große Ermutigung,
dass Sie Ihre Arbeit fortsetzen für das Verstehen der Völker untereinander und für die großen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit.
Ihr
Hans-Dietrich Genscher
Klaus Beer und das Team vom Hofer Fernwehpark wünscht Hans-Dietrich Genscher noch weiterhin viel Kraft und Gesundheit und noch viele viele Jahre viel Freude im Kreise seiner
Familie. Und DANKE sehr verehrter, lieber Herr Genscher, für Ihre ganz persönlichen –Worte. Der Verein „Fernwehpark“ und natürlich ich, haben uns sehr darüber gefreut.
Fotos:
Ralf Standtke
Hartmut Böhringer
Rainer Maier
Peter Kosa
Susanne Wyka
Sylvia Schildbach